grünepost.ch
Kein Skizirkus beim Rosengarten!
An einer Medienkonferenz hat Stadtpräsident Tschäppät die alte Idee eines 20-sekundenlangen Slaloms auf Kunstschnee am Rosengartenhang neu lanciert. Ein Gesuch für einen solchen Event wurde schon 2004 eingereicht, doch verweigerte der damalige Stadtpräsident Baumgartner die Bewilligung, u.a. weil ein solches Spektakel den ökologischen Zielen der Stadt widerspricht und weil es sich beim Rosengartenhang um eine geschützt Wiese mit seltenen Pflanzen handelt. Ein dieser Tage durchgeführter Testlauf mit einer ehemaligen Skirennfahrerin wurde deshalb von Stadtgärtner Christoph Schärer mit deutlichen Worten kritisiert.
Unter Berufung auf den auch von benachbarten Städten beliebig zur Rechtfertigung fragwürdiger Investitionen und Subventionen verwendeten Begriff „Sportstadt“ versucht der Gemeinderat offenbar, pseudosportliche Show-Events mit miserabler Ökobilanz nach Bern zu ziehen. Der sportlich allgemein als sehr mittelmässig eingestufte Klitschko-Boxkampf (für den mit Lastwagen tonnenweise Material aus Deutschland nach Bern gekarrt wurde) machte den Anfang. Auch die Idee eines Langlaufs auf Kunstschnee-Loipe durch die Innerstadt steht wieder im Raum. Es ist deshalb wichtig, dass Stadtrat und Gemeinderat solchen Ideen, welche die ökologischen Ziele der Stadt unglaubwürdig erscheinen lassen, frühzeitig eine Absage erteilt.
Der Gemeinderat wird ersucht, unmissverständlich festzuhalten, dass allfällige Gesuche für Veranstaltungen auf Kunstschnee in der Stadt Bern nicht bewilligt werden.



