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Wachstumsdenken und Hauptstadt-Arroganz bringen Bern nicht weiter
Sowohl die Legislaturrichtlinien wie noch verstärkt das Strategiepapier bis 2020 sind geprägt von einem hemmungslosen Wachstumsdenken, das mit der mehrfach bekundeten Zielsetzung der „Ökostadt“ und der „2000-Watt-Gesellschaft“ nicht zu vereinbaren ist.
Gegen die Absicht, einen Teil des Bremgartenwaldes für eine „Waldstadt“ zu opfern und das Viererfeld zu überbauen (vom Volk bereits abgelehnt), wird sich die GPB-DA mit allen Mitteln wehren.
Absolut stossend ist die Ankündigung des Gemeinderates, die vom Volk beschlossene Begrenzung seines eigenen Lohnes auf 200‘000 Franken und die Begrenzungen der übrigen Spitzenlöhne in der Stadtverwaltung abzuschaffen, während gleichzeitig der Druck auf die wirtschaftlich Schwächsten immer mehr erhöht wird, wie die Gutheissung der freisinnigen Vorstösse zur Einschränkung der Sozialhilfe durch den Gemeinderat zeigt.
Völlig unerträglich ist für die GPB-DA die im Strategiebericht zum Ausdruck gekommene egoistische Hauptstadt-Arroganz gipfelnd in der absurden Forderung nach einem Stadtkanton. Abgesehen vom Detail, dass Bern von unseren Vorfahren sehr weise nicht zur „Hauptstadt“, sondern ohne besondere Privilegien nur zur „Bundesstadt“ bestimmt wurde, bringt es Bern überhaupt nichts, mit unsolidarischen Forderungen unnötige Konflikte mit dem übrigen Kanton zu provozieren.
Eine Konzentration aller Einrichtungen in Bern führt zu unbezahlbaren Infrastrukturkosten (z. B. Bahnhoferweiterung!), deshalb müsste auch die Stadt an einer möglichst ausgeglichenen Verteilung der Wohn- und Arbeitsplätze im ganzen Kanton interessiert sein. Zudem ist ein wirtschaftlich lebensfähiger ländlicher Raum für die Stadt zur Versorgung mit gesunden Nahrungsmitteln ohne lange Transportwege und als Erholungsraum in der Nähe unentbehrlich.
Für die GPB-DA ist es völlig unverständlich wenn auch nicht erstaunlich, dass die RGM-Mitglieder im Gemeinderat diese Papiere unterzeichnet haben.
5. November 2009



